Biokybernetik und Feng Shui
Wie passt das zusammen?
Autor: Frau Karin el Himer, Managementkraft, FachberaterinHauptkategorie: Feng Shui,
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Die Entdeckung der westlichen Biokybernetik sieht auf den ersten Blick aus wie ein Neubeginn eines heute immer mehr geforderten, umfassenden, vernetzten Denkens, vor allem in der Gesundheitserziehung und im Gesundheitswesen. Mit der Entstehung der Biokybernetischen Instituten nach 1948 wurden die wissenschaftlichen Grundlagen für biokybernetische Diagnostik und Therapie gelegt. Die Ärzte dieser Institute begründeten mit ihren Entdeckungen einen rasanten technischen Fortschritt. Doch was ist konkret unter Biokybernetik zu verstehen? Biologische Kybernetik befasst sich mit der Steuerung und den Regelvorgängen in lebenden Organismen und technischen Systemen. Die Biokybernetik geht davon aus, dass über das Denken (Kognition) , eine „Denkzentrale“, das Verhalten gelenkt wird. Biokybernetik ist im Vergleich zu anderen Wissenschaften noch sehr jung. Oder ist es lediglich der Begriff und die Herangehensweise, die sehr jung sind? Entspricht Biokybernetik lediglich einem Puzzelteil unter westlicher Betrachtung, in einem Puzzel, das schon längst fertig ist?
Ein Lösungsansatz findet sich in der Betrachtung des I Ging. Im Verständnis der Schöpfer des I Ging entspricht die Welt einem nach bestimmten Gesetzen ablaufenden Ganzem. Die Formen des Ganzen entstehen aus der permanenten Wandlung der beiden polaren Urkräfte. Der „Weg“ (Dao), auf dem sich die Dinge bewegen, basiert auf dem Mischverhältnis der Urkräfte Ying und Yang. Ying steht dabei für das schöpferische Grundprinzip und Yang für das aufnehmende Grundprinzip. Alle Weltsituationen bestehen aus spezifischen Ying-Yang-Mischungen.
Der Weg der Wandlung, das Dao, befindet sich im Raum-Zeit-Gefüge. Während der Raum als Abstand zwischen mindestens zwei Elementen betrachtet wird, ist die Zeit der Abstand zwischen mindestens zwei Prozessen. Das I Ging betont, dass immer das zu tun ist, was der Zeit am besten entspricht. Die Zeit entspricht damit einem sehr aktiven Faktor, denn sie zeitigt die Ereignisse.
Die Wissenschaft des I Ging geht davon aus, dass alles miteinander verbunden ist. Aus diesem Wissen entwickelten sich viele verschiedene Fachrichtungen mit sehr weitreichenden Einflüssen. Hierzu zählt auch die im Westen bekannte „traditionelle chinesische Medizin“.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gerieten traditionelle, chinesische Diagnose- und Therapie-Verfahren zunehmend in den Fokus. Der Begriff „chinesische Medizin“ kam in Gebrauch und wurde in der englischen Übersetzung mit dem Zusatz „traditional“ zur Abkürzung „TCM“, traditionelle chinesische Medizin. In China bezog sich der Begriff weniger auf die Medizin, er beschrieb vielmehr das neu geschaffene Gesundheitswesen. Ein Gesundheitswesen, das auf „fünf Säulen“ steht:
- Arzneitherapie
- Akkupunktur, Moxibustion, also Erwärmung der Akkupunkturpunkte, Akkupressur
- Massagetechniken wie Tuina Anmo und Shiatsu
- Bewegungsübungen wie Qi Gong und TaiChiChuan
- Diätetik
Eine Schlüsselrolle im medizinischen Diskurs spielt das Qi. Qi wird als „Kraft“ und „Energie“ übersetzt. Verschiedenen Qi-Strukturen bilden im Organismus ein sehr komplexes System. Das Ziel im System ist eine Dynamik, die auf Gleichgewicht aufgebaut ist. Die Qi-Dynamik entwickelt im Optimalfall eine Harmonie zwischen den Gegensätzen Ying und Yang. Wobei das eine seine Bestimmung in der Anerkennung und Achtung des anderen findet. Physisches und Psychisches spielen immer ineinander über. Die Übergänge sind häufig so fließend, dass sie selten vom Bewusstsein wahrgenommen werden.
Neben den körperlichen Strukturen durchzieht das Qi in vielfältigen Ausformungen auch die Außenwelt. Zu dieser Außenwelt zählt auch eine weitere, aus dem I Ging gewachsene Tradition, das Feng Shui.
Ziel dieser Lehre ist eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht wird. In der direkten Übersetzung bedeutet Feng Shui „Wind und Wasser“. Der Begriff „Feng Shui“ wird zurück geführt auf eine Abkürzung für einen Satz aus dem „Buch der Riten“ von Guo Po (ca. 300 n. Chr.): „Qi wird vom Wind zerstreut und stoppt an der Grenze des Wassers“. Qi entspricht einer unsichtbaren Lebensenergie, die überall um uns, in jedem Wesen und jeder Zelle fließt, alles belebt und gestaltet, alles verbindet.
Entsprechend diesem Grundgedanken kann eine hohe Ansammlung von günstigem Qi in der Umgebung zu positiven Ergebnissen bei Gesundheit, Harmonie und Erfolg des Menschen führen. Ebenso ist der Umkehrfall gültig.
Bleiben die Einflüsse der Umgebung vom Bewusstsein unbeachtet, kann dies zu Unwohlsein, Müdigkeit, erhöhtem Stress und anderen Faktoren führen, die sich direkt auf das Denken und Handeln eines Menschen auswirken. Denn Qi-Strukturen beeinflussen die biokybernetischen Vorgänge in jedem Organismus.
